KARRIEREFRAUEN.CH
Rund um Beruf- und Karriereplanung

Wann Praktika sinnvoll sind

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Praktikum sinnvoll

"Es tut uns leid, wir können Ihnen keinen festen Arbeitsvertrag anbieten - Ihnen fehlt die Berufserfahrung. Aber lassen Sie den Kopf nicht hängen, dafür dürfen Sie bei uns ein Praktikum machen und in unseren Betrieb hinein schnuppern. Und wenn Sie uns von sich überzeugen besteht vielleicht doch noch die Möglichkeit einer weiteren Zusammenarbeit."

Diesen Satz kennen viele Berufsanfänger leider nur zu gut. Sie sind gut ausgebildet, motiviert und verfügen über Fachwissen. Trotzdem bleiben ihre Bewerbungen erfolglos. Was Unternehmen hingegen gerne anbieten, sind mehrwöchige Praktika - unbezahlt natürlich, die Praktikanten müssen ja erst beweisen was sie können. Aber verkaufen Sie sich nicht unter Wert, wenn Sie sich darauf einlassen? Oder ist es besser ein Praktikum zu absolvieren und wenigstens die Aussicht auf eine spätere Festanstellung zu erhalten als gar nichts zu tun und eine Absage nach der nächsten zu erhalten?

In manchen Branchen sind Praktika sinnvoll

Generation Praktikum - so werden gut ausgebildete Akademiker bezeichnet, die gerade ihr Studium beendet haben, aber statt eines festen Jobs nur befristete und meist schlecht oder gar nicht bezahlte Praktika angeboten bekommen. Die Frage ist: Sollten Sie sich aus Mangel an Alternativen darauf einlassen oder handelt es sich dabei schlichtweg um Ausbeutung? Fakt ist: Sie arbeiten, bekommen dafür aber keinen Lohn. Das Unternehmen hingegen profitiert doppelt, denn es bekommt Ihre Arbeitskraft umsonst und geht keinerlei Verpflichtungen ein. Denn auch in Sachen Kündigungsschutz sind Praktikanten benachteiligt.

Grundsätzlich sind Praktika eigentlich keine schlechte Erfindung, weil sie Orientierung bieten können. Wenn Sie allerdings bereits einen Studienabschluss haben, wissen Sie bereits wohin die Reise gehen soll und müssen sich nicht länger orientieren. Daher lohnt es sich nur in wenigen Branchen sich auf auf unbezahlte Praktika einzulassen. Dazu gehören kreative Berufe. Ein Praktikum in einer renommierten Werbeagentur ist beispielsweise zu beliebt, dass selbst potenzielle Praktikanten sich mehrschrittigen Auswahlverfahren stellen müssen.

Nicht immer sind Lücken im Lebenslauf ein Problem

Überlegen Sie daher gut, ob sich ein Praktikum in Ihrem Fall wirklich lohnt - es sei denn, Sie möchten einen kurzen Zeitraum sinnvoll überbrücken. Das trifft beispielsweise zu, wenn Sie bereits einen Arbeitsvertrag unterschrieben haben, es aber noch ein paar Wochen dauert, bis Sie Ihren Job antreten. Wichtig ist auch, dass Sie nicht aus Verzweiflung ein Praktikum nach dem nächsten beginnen, weil Sie fürchten, Lücken im Lebenslauf würden Ihnen später Nachteile bringen. Das ist heute nicht mehr zwingend der Fall. Wenn Sie gar keinen bezahlten Job finden sollten Sie lieber überlegen, ob Sie sich beruflich noch weiter spezialisieren möchten oder eine Zeit lang Berufserfahrungen im Ausland sammeln können. Viele Personalchefs sehen es gerne, wenn Bewerber bei ausländischen Unternehmen tätig waren und über gute Fremdsprachenkenntnisse verfügen.

Tipp: Lassen Sie sich nicht ausnutzen

Wenn Sie sich auf ein Praktikum einlassen, dann scheuen Sie sich nicht Bedingungen zu stellen. Eine kleine Aufwandsentschädigung kann fast jede Firma ihren Praktikanten zahlen - bestehen Sie also darauf!

Bildquelle: bbroianigo / pixelio.de

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn
KARRIEREFRAUEN.CH
Rund um Beruf- und Karriereplanung
FBGoogleTwitterRSSMail